83: Fatal unterschätzt: Warum Digital Detox für die KI-Revolution erfolgsentscheidend ist

31/01/2024  
Hier publiziert Bestseller-autorin 
Anitra Eggler
Ich duze meine leser*INNEN seit 12/2021. Ältere texte und Pressetexte sind per sie. Ich gendere stets in Gedanken, 
Im text seltener – Lesefluss sticht. Meine Zuneigung gilt allen Menschen. Hauptsache: Mensch. 

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Unterdigitalisiert und überdigitalisiert: Warum Digital Detox eine erfolgsentscheidende Digitalkompetenz ist, die auch darüber entscheiden wird, ob die Menschheit in der Lage sein wird, die KI-Revolution erfolgreich zu meistern. 

PODCAST: DIGITAL DETOX - EIN ERFOLGSENTSCHEIDEND FÜR DIE KI-REVOLUTION

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Ich möchte heute mal ein Missverständnis aufklären, von dem ich glaube, dass es fatal ist. Fatal für den Fortbestand der Menschheit, um das gleich mal groß zu spielen. Wir sprechen heute darüber, wie das große Digital-Detox-Missverständnis dazu beiträgt, dass künstliche Intelligenz ein leichtes Spiel mit fehlender menschlicher Digitalintelligenz hat. Und du bekommst zwei einfach Tipps, die das ändern können.  

Überdigitalisiert, unterdigitalisiert und allesamt digital überfordert: warum Digital Detox boomt 

Das große Digital-Detox-Missverständnis beginnt bei der Interpretation von Digital Detox. Die meisten Menschen verbinden mit Digital Detox digitalen Verzicht. 

Dieser Wunsch nach Verzicht, dieser Wunsch nach weniger hat zwei Gründe, die sich auf den ersten Blick widersprechen oder sogar gegenseitig ausschließen: 

Der eine Grund für die Sehnsucht und die große Nachfrage nach Digital Detox ist Überdigitalisierung.

Der andere Grund ist genau das Gegenteil, nämlich Unterdigitalisierung und eine damit einhergehende Überforderung durch das Digitale.

Beides hat einen gemeinsamen Nenner, bzw. ein Endergebnis: digitalen Stress durch digitale Ablenkung und digitalen Überkonsum.

Digital gestresst: Die neue Volkskrankheit

Menschen, die digital gestresst und abgelenkt sind und ihren digitalen Konsum nicht kontrollieren können, sind nicht in der Lage, natürlich intelligent mit künstlicher Intelligenz umzugehen. 

Weil das meine große Sorge ist, thematisiere ich das heute mal ausführlicher und gebe dir zum Schluss zwei potente Digital-Detox-Tipps mit maximaler Hebelwirkung. 

Wie passen Digital Detox und KI zusammen?

Seit ich mich intensiv mit KI befasse, was für mich als kritische Digitalisierungs-Enthusiastin selbstverständlich ist, werde ich immer und immer wieder gefragt, wie das denn zusammenhängt und ob das überhaupt zusammenpassen kann.

Digital Detox und KI? Erst weniger und dann mehr? Nein. Erst besser und dann hoffentlich noch besser.  

Anders gesagt: Digital Detox, also die Fähigkeit, digital abschalten zu können, ist eine digitale Grundkompetenz. Vergleichbar mit Bremsen beim Autofahren. Wer das nicht kann, darf nicht fahren. Oder möchtest du einem Autofahrer, der nicht bremsen kann, im digitalen Straßenverkehr? Und jetzt stell dir mal vor, der Autofahrer, der nicht bremsen kann ist in einem KI-Geschoss mit Raketenantrieb unterwegs … 

Auf der digitalen Autobahn fahren Millionen Menschen, die nicht bremsen können

Im Digitalen passiert das jeden Tag. Im Digitalen sind Millionen Menschen auf der digitalen Autobahn unterwegs, die nicht bremsen kann. Und diese Menschen setzen sich jetzt in KI-Fahrzeuge, die mit Raketenantrieb in Schallgeschwindigkeit ohne jegliche Verkehrsregeln auf die gesamte Menschheit zurasen. 

Wohin soll das führen, außer zu einem gewaltigen Crash? 

Digital Detox ist in meinen Augen, ein Überbleibsel einer nicht erfolgreich zu Ende transformierten ersten digitalen Revolution. Ohne Digital Detox und der Fähigkeit, das Digitale smart zu konfigurieren und zu dominieren, sehe ich keine Chance, die KI-Revolution in eine Evolution zu verwandeln, die den Menschen mehr Chancen bringt, als Gefahren birgt. 


Digital Detox ist eine digitale Grundkompetenz

Deshalb spreche ich inzwischen in all meinen Vorträgen über Digital Detox als digitale Grundkompetenz auch, und gerade im Zusammenhang mit KI. 

Das verstehen die wenigsten Menschen auf Anhieb, was verständlich ist. Die wenigsten Digitalisierungsexperten sind gleichzeitig Digital Detox-Experten und die meisten digitalen Otto-Normal-Anwender haben nie die digitalen Fortbildungen erhalten, die es bräuchte, damit Digital Detox überhaupt nicht notwendig ist.  

Unterdigitalisiert: Wer nicht konfiguriert, verliert

Ich gebe dir zwei Beispiele, an denen du erkennen kannst, dass das, was unter Digital Detox verstanden oder als digitale Netiquette gefordert wird, oft eine simple digitale Konfiguration erfordert und in Wirklichkeit einer fehlenden digitalen Anwenderkompetenz geschuldet ist: 

Wer nicht konfiguriert, wird und wirkt digital überfordert

Wer nicht konfiguriert, verliert. Vor allem recht schnell die Nerven. Ich erinnere mich an eine Frau, die mich vor ein paar Monaten nach einem Vortrag ehrlich verzweifelt fragte, was sie mit ihrem Vorstandsvorsitzenden machen soll: Der schriebe ihr nachts immer Mails und sie könne deshalb überhaupt nicht mehr gut schlafen, weil sie von jeder Mail durch ein Plinggeräusch geweckt werde.

Die Frau wusste einfach nicht, wie sie die Push-Nachrichten und den Hinweis-Ton ausschalten sollte. Deshalb sah sie das Problem nicht bei sich, sondern bei ihrem Vorstandsvorsitzenden. 

Es handelte sich bei dieser Frau um eine Führungskraft Ende 50 in einem Industrie-Konzern.

Unterdigitalisierung führt zu Überdigitalisierung

Man kann über so eine Frage den Kopf schütteln. Man kann darüber schmunzeln. Man kann daran vor allem sehr einfach erkennen, dass die weitverbreitete Unterdigitalisierung kompetenzseitig zwangsläufig zu einer sehr stressigen Überdigitalisierung führt. Sowas klingt wie ein Einzelfall, ist es aber nicht. Ich erlebe Fälle wie diese jede Woche. Bei jedem Vortrag, bei jedem Webinar. 

Noch ein Beispiel, das ganz alltäglich, weitverbreitet und deshalb sehr normal ist. 

Und täglich grüßt die Push-Nachrichten-Flut

Kürzlich hat sich ein Teilnehmer in einem Webinar während des Q&A gemeldet und darüber beklagt, dass es ihn extrem stresse, wenn sich andere vor Webinar-Ende im Chat verabschieden. Er prophezeite, er werde deshalb 300 Nachrichten auf seinem Handy erhalten. Allein der Gedanke daran stresste ihn. Was verständlich ist. Sein Lösungsvorschlag war, eine Regel zu verabschieden, die lauten sollte: dass sich Leute in Meeting-Chats nicht mehr verabschieden sollten, wenn sie das Meeting verlassen. 

Das einfache Ausschalten der automatischen Benachrichtigungen am Handy stand nicht zur Debatte.

Unterdigitalisierte Menschen sind zwangsläufig digital überfordert. Jetzt, in Zeiten von KI noch viel mehr als je zuvor. Gleichzeitig haben digital überforderte Menschen eine große Sehnsucht danach, digital abzuschalten. Das ist absolut verständlich. Wirkt aber genauso kontraproduktiv, wie wenn ein Magersüchtiger die Magersucht durch noch weniger Essen in den Griff bekommen will.


Digital Detox: Besser digital, aber nicht zwingend: (noch) weniger digital

Ich schätze, dass ca. 80 Prozent der Bevölkerung unterdigitalisiert ist und aus Gründen digitaler Überforderung unter Digitalstress leidet und deshalb Digital Detox hier als Ausweg sieht. 

Digital Detox heißt in meinem Verständnis jedoch nicht, weniger digital zu sein. Digital Detox heißt: besser digital zu sein. Indem man durch eine kurzfristige digitale Entgiftung durch einen punktuellen digitalen Entzug eine digitale Balance herstellt. Müsste richtiger heißen: eine digiloge Balance. 

Digitale Balance, digiloge Balance, Screen-Life-Balance

Ich nenne das Screen-Life-Balance: Also das Beste aus der digitalen Welt, fokussiert und konzentriert und ungebremster, ungestörter Lebensgenuss in der analogen Welt. Das ist mein Idealzustand. 

Digital Detox ist der Start einer besseren digitalen Ernährung

Manche Menschen müssen dafür zeitlebens eine digitale Diät halten und immer wieder digitale Fastenzeiten einlegen. Das ist wie bei der Ernährung. Andere Menschen entwickeln eine individuelle digitale Ernährung, die den persönlichen Blut- und Stromkreislauf automatisch in Balance hält und garantiert, dass Lebensakku und Handyakku immer voll sind. 

Digital Detox = Selbstdisziplin und Konfigurieren

Um Screen-Life-Balance zu erlangen, musst du das Digitale so kompetent Griff haben, dass es dir Zeit schenkt, statt dir zum Beispiel durch fiese Dopamin-Trigger-Mechaniken wie Endlos-Scrolling Zeit stiehlt. 

Dazu brauchst du Disziplin. Vergleichbar mit der Disziplin, eine Chipstüte zu schließen. Oder die Selbsterkenntnis, sie gar nicht erst zu kaufen, wenn du erkannt hast, dass du nicht mehr in der Lage bist, sie zu schließen, sobald die ersten Chips mal in deinen Mund gewandert sind. 

Dann musst du das Digitale so konfigurieren, dass es dich effizienter macht, statt dich durch ständige Nachrichten- und News-Meldungen derart häufig abzulenken, dass du arbeitest, wie ein Marathonläufer, dem alle 2 Minuten der Schuh aufgeht. Das ist übrigens die aktuelle Ablenkungskennzahl für Wissensarbeiter: alle 2 bis 4 Minuten kommt eine Ablenkung.

Ich habe mir deshalb überlegt, was ich in meinen Augen, die zwei wichtigsten Konfigurationen sind, die größte Hebelwirkungen haben und den größten Digital-Detox-Faktor. 

Zwei einfache Digital Detox-Tipps mit maximaler Hebelwirkung

1. Nachrichtenfrei ist das neue Nichtrauchen - und das neue Zuckerfrei 

Schalte alle Push-Nachrichten aus! Am Handy. Am Computer. An der Smartwatch. Überlebe es, nicht mehr zu erfahren, wenn du eine neue Mail oder WhatsApp bekommst. Am schnellsten gelingt dir das, indem du den „Nicht stören“-Modus an deinem Handy aktivierst. Wie bekommst du das hin? Google das kurz. Du brauchst in Summe nicht mehr als drei Minuten. 

2. Um konzentriert zu arbeiten oder ungebremst das Leben zu genießen: Handy außer Reich- und Sichtweite legen.

So einfach? So einfach. 

Wenn du beide Tipps umsetzt, schaltet du automatisch die unerwünschtesten digitalen Nebenwirkungen der ersten digitalen Revolution aus – und genau das ist die Grundvoraussetzung, um die zweite digitale Revolution, die KI-Revolution, erfolgreich zu meistern. 

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Anitra eggler

Anitra Eggler ist Web-Veteranin und Digital-Detox-Pionierin, sie bringt Menschen und Unternehmen in Screen-Life-Balance. Der ORF bezeichnet die Digitalisierungsexpertin als „die gefragteste weibliche Stimme zur Digitalisierung“, ihre Mutter nennt sie „Fräulein Fröhlich“. Anitras Auftritte als Keynote Speakerin, ihre Bürokrieger*innen-Bootcamps und Bücher haben bereits über 250.000 Menschen begeistert und humorvoll digitaltherapiert.

Anitra wurde 1973 in Karlsruhe geboren, startete ihre Karriere als Todesanzeigentexterin in Buenos Aires, war in den 90er-Jahren als Journalistin erfolgreich und zählte als Startup-Managerin zur Medien-Avantgarde der ersten Generation der Digitalwirtschaft. 2011 wurde sie durch ihren ersten humorvollen Digitalisierungsratgeber „E-Mail-macht dumm, krank und arm“ zur Digital-Detox-Pionierin.

Wie Screen-Life-Balance erfolgreich funktioniert, lebt die leidenschaftliche Digitalisierungsexpertin vor: Anitra meditiert und programmiert, sie arbeitet maximal digitalisiert und lebt maximal genussvoll ohne Uhr in der Schweiz – Zeit ist ihre Rolex.


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